Pimp your Öl

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Kräuteröl selber machen

Wir kennen sie alle aus dem Restaurant oder von dem Salatbuffet: Speiseöle, verfeinert mit Kräutern, Chili oder Knoblauch. Für zu Hause lassen sich die Kräuteröle ganz leicht selber machen. Grundlage ist ein hochwertiges Speiseöl, das durch Zugabe von frischen oder getrockneten Kräutern oder Gewürzen verfeinert wird. Das Einzige, was man dann noch braucht, ist etwas Zeit und Geduld, da es bis zu vier Wochen dauern kann, bis das Öl die Aromen aufgenommen hat.

Die Auswahl des richtigen Öls

Es eignen sich grundsätzlich alle Speiseöle zur Herstellung von Kräuterölen. Wichtig ist nur, dass sie hochwertig sind. Am besten wählt man ein Öl, das keinen intensiven Eigengeschmack hat, wie Rapskernöl. Bei Ölen wie Olivenöl oder Walnussöl wird man es schwieriger haben, die Aromen aus den Kräutern oder Gewürzen herauszukitzeln. Am besten probiert man einen kleinen Löffel des Öls, um den Eigengeschmack zu ermitteln und herauszufinden, ob das Öl zu den gewählten Kräutern oder Gewürzen passt.

Welche Kräuter eignen sich?

Bei der Auswahl an Aromen sind kaum Grenzen gesetzt. Ob mediterran mit Rosmarin und Thymian oder feurig mit Chili und Knoblauch. Wichtig ist vor allem, dass die Kräuter frisch und hochwertig sind. Aus dem eigenen Garten ist natürlich am besten. Ob man getrocknete oder frische Kräuter verwendet, ist einem selbst überlassen. Kräuter wie Oregano, Thymian und Rosmarin können im getrockneten Zustand sehr aromatisch sein und das Öl noch intensiver machen. Kräuter wie Minze oder Löwenzahn geben dagegen im frischen Zustand mehr Aromen ab. Für Knoblauchöl gibt man einfach die Knoblauchzehen halbiert in das Öl. Chiliöl lässt sich besonders gut mit getrockneten Chilis oder Chiliflocken ansetzen. Auch Orangen- oder Zitronenschalen eignen sich zum Aromatisieren von Speiseölen.

Kräuteröl selber machen – so geht’s

Sind die Grundzutaten ausgewählt, kann man loslegen. Um das Öl mit den Kräutern und Gewürzen anzusetzen, braucht man eine verschließbare Glasflasche oder ein Schraubglas. Dieses sollte am besten nicht durchsichtig sein, um das Öl vor Licht zu schützen. Flaschen sollten einen weiten Hals haben, damit die Kräuter nach der Ziehzeit wieder herausgenommen werden können. Das Öl sollte mit den Kräutern und Gewürzen mindestens vier Wochen ziehen, damit sich die ätherischen Öle voll entfalten können.

Damit das Öl nicht verunreinigt wird und lange haltbar ist, sollte noch Folgendes beachtet werden:

  • Schraubglas oder Flasche vorher sterilisieren
  • Keine nassen Kräuter verwenden
  • Schadhafte Stellen an den Kräutern entfernen
  • Kräuter nach der Ziehzeit aus dem Öl nehmen
  • Kühl und dunkel lagern

Beachtet man diese Punkte, ist das Öl bis zu einem halben Jahr haltbar.

Einsatz der Kräuteröle

Kräuter- und Gewürzöle sind vielfältig einsetzbar. In der kalten Küche kann man sie besonders gut in Salatdressings einsetzen. Oder man serviert sie als Vorspeise mit frisch gebackenem Brot. Auch zum Kochen eignen sich die aromatisierten Öle sehr gut und können je nach Intensität Gewürze komplett ersetzen.

Selbst gemachte Kräuteröle eignen sich auch zum Marinieren von Fleisch, Fisch oder Gemüse. Hier erfahrt ihr alles über das beste Speiseöl für Marinaden.

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